sinnstifterinnen

Sechs Privatstiftungen aus Österreich haben sich zusammen gefunden um gemeinsam Projekte im sozialen Bereich zu entwickeln und umzusetzen. Folgende Stiftungen engagieren sich in diesem Kreis (Reihung alphabetisch):

Ziel der Initiative sinnstifterinnen ist es, gesellschaftliche Verantwortung aktiv zu leben und die in Österreich vertretenen Privatstiftungen zu mehr sozialem Engagement zu ermuntern. Im Gegensatz zu anderen Ländern wie Deutschland oder der  Schweiz gibt es in Österreich keine Tradition der Philanthropie, bei der Stiftungen eine wichtige Rolle im Kontext der zivilgesellschaftlichen Verantwortung einnehmen.   
Darüber hinaus soll die Initiative ein sichtbares Zeichen dafür sein, dass angesichts der großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit ein generelles Umdenken hin zum gemeinschaftlichen sozialen Engagement stattfindet.
Für die sechs Stiftungen ist es wichtig, durch aktives Handeln ein Zeichen zu setzen.

Folgende Projekte sind bereits realisiert und werden weiter vorangetrieben:

  • Die Gründungsmillion
    Mit der „Gründungsmillion“ wird die Existenzgründung von Arbeitslosen finanziert. In Zusammenwirken mit AMS und AWS ist es möglich, hier durch (Vor-)Finanzierung von Garantiekosten eine hohe Hebelwirkung auf das eingesetzte Kapital zu erzielen: Die Erste Bank kann ein Vielfaches der von den Stiftern zur Verfügung gestellten Garantieeinlage als Kredit zu sehr günstigen Konditionen vergeben. Nach den Erfahrungen des AMS können damit binnen weniger Jahre viele sichere Arbeitsplätze geschaffen werden. Ein weiterer Vorteil des Modells besteht darin, dass das von den Stiftungen eingesetzte Kapital dauerhaft zur Verfügung steht: Da die Garantiekosten aus den Zinsen auf die Einlagen bezahlt werden, kann das Kapital revolvierend für neue Kreditvergaben ausgenützt werden. An andere Stiftungen ergeht die Einladung, sich durch Aufstockung der Garantieeinlage an diesem Modell zu beteiligen.
  • Tu was, dann tut sich was
    ist ein „Festival“ einer ganz neuen Art, das als Pilotprojekt 2011 im Lungau stattfindet. In der Region Lungau wurden Vereine, Sozialorganisationen und Einzelpersonen aufgerufen, Projekte einzureichen, die das zivilgesellschaftliche Engagement und das Zusammenleben fördern und Initiativen gegen Armut setzen. Aus allen eingereichten Projekten entscheidet eine Jury darüber, welche Projekte von den Stiftungen gefördert werden, unter Maßgabe der von den Stiftern zur Verfügung gestellten Mittel. „Tu was, dann tut sich was“ soll ähnlich dem „Projekt Kulturhauptstadt“ jährlich in einer anderen Region in Österreich stattfinden, unter Leitung von Prof. Clemens Sedmak, Leiter des Zentrums für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg sowie Präsident des ifz-salzburg. internationales Forschungszentrum für soziale und ethische Fragen. An die anderen StifterInnen ist die Einladung gerichtet, sich an der Schaffung eines attraktiven Pools an Preisgeldern zu beteiligen.